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Kanzler Scholz keift gegen Protestierer

ein offener Brief an die Berliner Zeitung

Michael L. Hübner. Havelsee. Sie schreiben, der Kanzler Scholz hätte Recht, wenn er meint, dass Deutschland in beispielloser historischer Instinktlosigkeit mit deutschen Panzern im postsowjetischen Raum für Freiheit und Demokratie eintritt?

So einen Unfug schreibt die tapfere Berliner Zeitung, die sich bis dato noch den Ruf bewahren konnte, die journalistische Freiheit angesichts einer rasant zunehmenden freiwilligen Gleichschaltung der deutschen Medienlandschaft zu einem Hofberichterstatterkonsortium zu bewahren?

Halten Sie das deutsche Volk mittlerweile auch für vollkommen geistig retardiert?

Glauben Sie ernsthaft, dieses Volk wäre nicht mehr in der Lage die Parallelen zwischen Oktober 1962 und heute zu ziehen?

Glauben Sie wirklich, dieses Volk hätte nicht längst begriffen, dass die täglich an Bedeutung verlierenden Amerikaner einen verzweifelten globalen Kampf um ihren schwindenden Einfluss führen, den sie nach alter amerikanischer Tradition wie immer auf dem Rücken ihrer Vasallen austragen und sich diesen auch von denen bezahlen lassen? … dass es sich beim Ukrainekrieg um einen ganz klassischen amerikanischen Stellvertreterkrieg handelt, wie seinerzeit in Korea, Vietnam, Syrien …, wo es überall galt, die Russen zurückzudrängen und zu schwächen.

Nach dem Ende der Sowjetunion glaubten die Amerikaner, ihre Chance sei gekommen, dem Imperium des Roten Bären den Gnadenstoß zu versetzen. Blöd nur, dass zwischenzeitlich die Chinesen und die Inder mit Verve die politische Weltbühne betreten haben und der Russenhass nicht mal annäherungsweise in der Welt so verbreitet ist, wie die Amerikaner und ihre europäischen Lakaien und Speichellecker das gerne hätten.

Scholz kämpft in der Ukraine für Demokratie und Freiheit? Für welche Demokratie und Freiheit? Wollen Sie im Ernst behaupten, dass deutsche Volk wüsste nicht, dass es so etwas wie Demokratie und Freiheit in der Ukraine bestenfalls mal ansatzweise gegeben hat?

Der Umsturz auf dem Maidan war ein knallharter US-finanzierter Putsch von Bandera-Fans gegen eine demokratisch gewählte Regierung. Die war zwar kein Deut besser als die Kreml-Bande und jetzt der böse kleine Clown Selenskij, der auch nur der Vertreter einer Oligarchen-Clique ist, die ihre Schäfchen längst ins Trockene gebracht hat. Aber sie war wenigstens demokratisch gewählt und die US Regierung hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass sie alle Hebel in Bewegung setzen wird, um Moskau sukzessive zu schwächen, indem sie von peripher nach zentral die moskautreuen Marionetten wie Janukowitsch stürzt und ihre dafür installiert.

Und Sie glauben, das deutsche Volk wäre zu dämlich, das in einen schlüssigen Zusammenhang zu bringen: Osterweiterung der NATO bis an die russischen Grenzen …? Wer zeigte sich da aggressiv? Und wir alle wissen, wessen Instrument und Hampelmann die NATO ist.

Was den Amerikanern entgegen kam, war die blanke Gier der „freiheitlich-demokratischen“ Ukrainer, die glaubten, sich und ihre korrupte Sauwirtchaft mit europäischen Geldern sanieren zu können und darum bereit waren, sich wie Asphaltschwalben an den Meistbietenden verkaufen zu können. In Polen hat’s doch auch geklappt! 5000 km neue Autobahn dafür, dass die Amerikaner gen Moskau gerichtete Raketen auf polnischem Staatsgebiet errichten können, wie es seinerzeit die Russen in Kuba versucht hatten. Da sie aber nicht aus ihrer Haut können, sind die Dollars und Euros verballert, aus Washington und Brüssel ist kaum Nachschub zu erwarten und so machen die Polen Reparationsforderungen gegen Deutschland auf. Wie lange wird es dauern, bis die Ukrainer auf denselben Trichter kommen?

Kennedy war im Oktober 1962 auf Druck der Falken unter LeMay übrigens bereit, den Atomknopf zu drücken und die Welt ins Inferno zu stürzen, falls er den großen Roten Bären nicht aus seinem Vorgarten Kuba vertreiben kann. Werden die Russen auch so hoch pokern?

Entweder mangelt es dem Kanzler an eigener historischer Bildung, oder er ist – so wie einst Kutte Hager – so kaltschnäuzig, wider besseren Wissens und in dem klaren Bewusstsein, dass er nur eine Marionette Washingtons ist, diejenigen zu beleidigen, die seine Wahl mehrheitlich nur sanktionierten, um Schlimmeres zu verhindern.

Diese unsäglichste deutsche Regierung seit dem Zweiten Weltkrieg verjubelt Deutschlands vor Jahrzehnten hart erwirtschaftetes Tafelsilber in Rekordzeit und fährt das ganze Land mit Karacho ins Chaos! Damit destabilisiert diese Regierung buchstäblich die Mitte Europas und damit das europäische Projekt.

So wie Wilhelm II. in seiner lächerlichen Nibelungentreue zu Habsburg das Deutsche Reich in den Abgrund riss, genau so klammert sich diese Regierung jetzt an eine Weltmacht, deren Zenit längst überschritten und deren Stern seit Jahren kontinuierlich am Sinken ist. Diesem Wissen kann sich eine täglich anwachsende Zahl an Menschen nicht mehr verschließen. Sie stellen den Kanzler zur Rede, denn es geht um ihre Existenz! Der blafft in der unseligsten Wandlitzmanier zurück und Sie gerieren sich als Apologet dieses Wahnsinns, anstatt diesem Kabinett auch die Wacht am Rhein anzusagen!

Was ist aus Ihnen geworden? Wollen Sie unbedingt im Kielwasser des Neuen Deutschland schwimmen? Sind Sie die tapfere Berliner Zeitung oder nur noch ein Haufen verlorener Tinten-Lemminge?

Für seine üble Politik reklamiert dieser Kanzler die Verteidigung von Demokratie und Freiheit. Das ist ein infames Bubenstück! Er hat beide, Demokratie und Freiheit, in brutale Geiselhaft genommen! Er drückt beiden die Kanonenrohre deutscher Panzer an die Schläfen. Er und seine rot-grüne ideologisch durchsetzte Politkumpanei spalten die deutsche Gesellschaft in einem nie dagewesenen Ausmaß. Sie zerstören Mittelstand und Wirtschaft, sie pressieren nichtanpassungswillige Bürger, die auf den vom Grundgesetz garantierten persönlichen Freiheitsrechten bestehen, sie bringen ein Kunststück zustande, dass nicht einmal dem Machtmenschen Kohl gelungen ist: Medien und Justiz beginnen in vorauseilendem Gehorsam willfährig auf dem Bauch zu kriechen.

In der Justiz gibt es einen Leitsatz: Entscheidend ist der Empfängerhorizont! Die jüngste deutsche Geschichte lehrt uns, was passiert, wenn dieser Empfängerhorizont von einer herrschenden Kaste systematisch ignoriert oder diffamiert wird. Für Sie als Kollegen habe ich daher noch einen berühmten Leitspruch aus der Seefahrt: Rette sich wer kann!

28. Volumen
© B.St.Ff.Esq., Pr.B.&Co,2003
07.06.2023