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Elefanten in deutschen Wohnzimmern David M. Katz. Rathenow. Wie
sagte neulich eine Bundestagsabgeordnete so treffend: Da steht ein Elefant
in der Stube, und keiner wagt sich aus ideologischen Gründen darüber
zu sprechen. Das Elend der deutschen Demokratie ist, dass es nur noch
die AfD wagt, eine solche klare, eingängige Sprache zu sprechen, die
das Volksempfinden korrekt erfasst und spiegelt und der es damit gelingt,
die Verkrustung, Verfilzung und Verkorksung der „etablierten“ Parteien
wie auf einem Präsentierteller bloßzustellen. Etwas nicht diskutieren zu können, ist ein Ausschlusskriterium für eine freiheitliche Demokratie, oder sehen wir das falsch? Sicher, es gibt Dinge, die keine Diskussion vertragen. Auschwitz ist so ein Fall, der keinerlei Relativierung oder Diskussion verträgt. Die Hexen- und Ketzerverfolgung durch einen fanatisierten „christlichen“ Mob und der nachfolgend institutionalisierte und juristisch untermauerte Massenmord an diesen Personen verträgt keine wie auch immer geartete Apologese – genau wie die Sklavenhalterei, der Genozid und die Verbrechen der Konquistadoren und ihrer „christlichen“ Drahtzieher. Was dem gleichkommt, sei dem gleichgestellt! Das Problem mit diesen indiskutablen Menschheitsverbrechen ist jedoch, dass sich einige Leute erdreisten, diese Gräuel im Namen einer besseren Welt zu instrumentalisieren. Wie diese Welt aber auszusehen hat, das bestimmen sie! Wer Einwände anmeldet, erfährt dann recht bald, dass es zwischen der menschheitsbeglückenden Wahrheit der Ewigen Jakobiner und der andersgearteten Ansicht keine Grauzone, keinen Toleranzbereich, keinen Sektor gegenseitiger Duldung mehr gibt. Die Ansichten polarisieren sich unter Aufgabe jeder Streitkultur in schwarz und weiß, oder – wie es aktuell in Deutschland zu beobachten ist – in grün und braun, wobei in Puncto grün die Wellenlänge von Tag zu Tag aus dem 520 nm-Bereich unter kräftiger Rot-Beimischung herausdriftet und sich dramatisch dem braunen Bereich nähert. Dieser wird zurecht nicht mit den Attributen einer liberalen Demokratie assoziiert. Es ist nun mal die Krankheit und gleichzeitig das Leitsymptom der Jakobiner aller Zeitalter, dass sie und nur sie die letztgültige Wahrheit und das Wissen um den einzigen Heilsplan für die Menschheit besitzen, was ihnen nachgerade einen hohepriesterlichen Status und damit auch das Recht verleiht, alle anderen zu diffamieren, kaltzustellen und letztendlich auszurotten. Dabei gehen die grünen
Jakobiner etwas geschickter vor, als ihre frühchristlichen, tschekistischen,
maoistischen und französischen Vorgänger. Sie testen Belastungsprobe
um Belastungsprobe die Strapazierfähigkeit des deutschen Volkes aus. Dann aber greift die uralte Gruppendynamik des Nackten Affen. Wer dann wider den Stachel löckt und dissonante Töne verlauten lässt, der lernt ganz fix, wie die Jakobiner aller Couleur mit Abweichlern, Renegaten, Ketzern und Gegnern in Namen des Fortschritts umspringen, sobald sie die Macht dazu haben. „Willst du nicht mein Bruder sein, schlag‘ ich dir den Schädel ein!“ Die träge Masse hält eine Menge aus. Spätestens, als die Deutschen von Bomber-Harris permanent auf Koppchen bekamen und desungeachtet dem Führer die Treue bewahrten – „unsere Mauern brechen, unsere Herzen – nicht!“, wissen wir das. Aber wie in jedem dynamischen System gibt es auch hier einen Kipppunkt. Die Grünen sollten es wissen! Sie schwafeln ja laufend davon. Wenn sie noch so etwa wie Verstand in wenigstens rudimentären Ansätzen haben, dann sollten sie kühn und behände den Bogen vom meteorologischen zum gesellschaftspolitischen Klima schlagen. In der Zone selig war
dieser Kipppunkt im Herbst 1989 erreicht. Die Zahl derer, die bereit
waren, dem kranken System den Rücken zu kehren, nahm damals rasend schnell
und exponentiell zu. Wem die Flucht in den Westen versagt blieb, der
zog sich in die innere Emigration zurück. Was das aber bedeutet, weiß
wohl jeder: Das System kollabiert früher oder später. Nun ist es nur die Frage, wie lange es in Deutschland währen wird. In welchem Ausmaß werden die rot-grünen apokalyptischen Reiter das Land verwüstet haben und welche materiellen und vor allem geistigen und charakterlichen Ressourcen stehen dann noch für einen Neustart und Wiederaufbau zur Verfügung. Frankreich und Großbritannien zählen als Gewinnernationen des Zweiten Weltkrieges zu den großen Verlierern. Das Empire schmolz dahin wie der Schnee in der Sonne, Frankreich verspielte seinen einstigen Großmachtstatus in Indochina und in dem zehrenden und verschleißenden Algerienkrieg. Das Empire ersäufte seinen Kummer in altbackenen Traditionen und die westfränkischen Vettern bauten die „Redoutable“, um sich selbst erfolgreich in die Tasche zu lügen, dass sie in der Welt noch immer irgendwie von Bedeutung wären. Trotz dilettantischem Attentat auf die „Rainbow Warrior“ nahm sie kaum noch jemand für voll uns so suchten sie alsbald ihr Heil in der Europäischen Union, um überhaupt noch irgendwo eine erste Geige spielen zu können. Was aber wird Deutschland tun? Nun, die Deutschen werden die traumatische Erfahrung machen, die vor ihnen die Indianer der beiden Amerikas und noch davor ihre eigenen slawischen Vorfahren zwischen Elbe und Oder machen mussten, mit dem Unterschied, dass diese ihre Invasoren nicht selbst einluden. Die Neubürger werden das Land und seine Verwaltung, seine Gesetzgebung und seine politische Ausrichtung sukzessive übernehmen und entsprechend ihrer traditionellen Richtlinien ausgestalten. Zwei, drei Generationen … dann erschallt vom Fernsehturm der Ruf des Muezzins, während in der Kantstraße Vertreter des syrischen, libanesischen, russischen, tschetschenischen, rumänischen, italienischen und albanischen Kulturraums einen modus vivendi aushandeln, wenn sie zum x-ten Male in der Menschheitsgeschichte ebenfalls dann nach Hekatomben vergossenen Blutes begriffen haben, dass physischen Auseinandersetzungen den Maximalprofit schmälern. Der Begriff „deutsch“ besitzt dann bestenfalls noch einen historischen Kontext, zumindest aber wird er, wenn er dann noch existieren sollte, einen völligen Wertewandel erfahren haben. Wir jammern nicht und wir werden einen Dreck tun, uns dieser Entwicklung in den Weg zu stellen. Denn so funktioniert Geschichte nun mal. Sie nimmt keine Rücksicht auf Gefühlsduselei und liebgewordene Gewohnheiten. Leid tun uns nur die
Nachgeborenen, die keinen lückenlosen Migrationsstammbaum nachzuweisen
in der Lage sind. Sie werden, wie einst die besiegten Slawen im deutschen
Osten und die Indianer und Indios, die Neger, Eskimos, Hazara, Kurden
und Kulis dieser Welt, wieder am Rande der Gesellschaft extra muros
dahinvegetieren müssen, von der neuen Oberschicht und Bevölkerungsmehrheit
verachtet und ausgestoßen, Menschen zweiter Klasse eben. |
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Volumen |
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B.St.Ff.Esq., Pr.B.&Co,2003 17.06.2023 |