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Die ukraninischen Edelflüchtlinge
oder
Der Rassismus des antirassistischen Deutschlands


B. St. Fjøllfross. Rathenow. Das muss man gesehen haben, sonst glaubt man’s nicht! Jetzt druckt die Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit schon Kindergeldanträge auf Ukrainisch. Die deutschen Erklärungen, was in die Formularfelder einzufügen ist, stehen in 6-Punkt-Schrift kaum lesbar darunter.

 


Kindergeldantrag auf Ukrainisch der Bundesagentur für Arbeit, abgerufen am 19.11.2025, Baj



Möglicherweise antizipiert diese Behörde die Neugründung der staatlichen DDR-Massenorganisation „Deutsch-Sowjetische Freundschaft“, kurz DSF genannt. Das wäre im Zuge der aktuell stattfindenden gesamtdeutschen ReDDRisierung folgerichtig.

Natürlich firmiert dieser Verein dann – wie im Westen üblich – unter einer neuen Etikettierung. Nun heißt es „staatlich verordnete Deutsch-Ukrainische Freundschaft“.

Wehe, du bezahlst deine Monatsbeiträge nicht und gibst damit zum Ausdruck, dass du den Yankees die ihnen von Gott her zustehende ukrainische Schwarzerde, die seltenen Erden und die neue geostrategische Einflusssphäre nicht gönnst! Dann gnade dir aber Gott! Dann ist definitiv Schluss mit deiner Karriere!

Arme Wessis! Sie wurden nicht in der DDR sozialisiert, auf welche die gegenwärtige BRD mit wachsender Geschwindigkeit zusteuert. Sie müssen erst noch lernen, wie das ist, wenn man sich staatlichem Duktus zu entziehen trachtet und was das für Folgen hat.

Aber halt! Teilweise stehen doch die schwer bewaffneten Einsatzkommandos der Bundesrepublik jetzt schon wieder vor der Haustür und beschlagnahmen, was nicht niet- und nagelfest ist, wenn du das Maul zu weit aufgerissen hast.

Der Landbote wartet seit geraumer Zeit darauf, dass der Milchmann im Ledermantel morgens um 5 Uhr klingelt. Der Koffer fürs Lager oder das Zuchthaus ist schon gepackt, wie damals, als Mielkes Leute den Landboten und damaligen Oberschüler und Lehrling des VEB Stahl- und Walzwerks Brandenburg Michael L. Hübner sowie dessen Vater, den Oberarzt der Frauenklinik Brandenburg/Havel, Dr. med. L. Hübner bereits für die "Sammelstellen" des Ministeriums für Staatssicherheit vorsahen, weil sich beide bereits das amtliche Etikett "feindlich-negatives Element" redlich verdient hatten.

Beide durften sich ja dann auch des Gewahrsams des MfS erfreuen, Hübner jun. zweimal, der Vater in der Potsdamer Lindenstraße einmal. Der Oberarzt wurde sogar als leitender Operateur während einer großen gynäkologischen Operation vom geöffneten Situs der völlig unbeteiligten Patientin weg verhaftet, was deren Tod hätte sein können.

Alle drei hatten noch mal Glück gehabt. Bei der GeStaPo wäre es für die Hübners mit Sicherheit anders ausgegangen. Paar Zähne raus, gebrochene Knochen, danach auf unbestimmte Zeit in Sachsenhausen. Wer weiß, ob beide oder auch nur einer von ihnen das überstanden hätten.

Soweit sind wir Gott sei Dank in der Bundesrepublik Deutschland noch nicht wieder. Die Betonung liegt auf "NOCH NICHT"!

Aber der Majestätsbeleidigungsparagraf mäht - in einigen Fällen sicher nicht zu Unrecht - aber schon wieder durch die Reihen der Querulanten.

Das Schlimmste aber ist die grundgesetzwidrige Ungleichbehandlung der Menschen. Es macht einen gewaltigen Unterschied, ob du als Afrikaner nach Deutschland kommst, als Pakistani, staatenloser Palästinenser, Rohinya aus Bangladesch, als Perser oder eben als – Ukrainer.

Unverhohlen wird bereits von Edelflüchtlingen gesprochen. Pauschal bekam – wer immer ukrainische Personaldokumente vorlegen konnte, den § 24 AufenthG zuerkannt, hatte damit verfahrenslos sofort einen Flüchtlingsaufenthalt, bekam Wohnraum, Beschulung, öffentliche Alimentation durch die Sozialtransfersysteme, die Möglichkeit der Arbeitsaufnahme, brauchte jahrelang keine deutsche Fahrerlaubnis, wo doch alle anderen ausländischen Führerscheine nach einem halben Jahr Aufenthalt ihrer Inhaber in Deutschland ihre Gültigkeit verlieren, brauchte keine deutsche KFZ-Haftpflichtversicherung – Unfall verursacht? Scheißegal: Der schuldlose Deutsche zahlt alles!

Das alles war nicht nur eine niederträchtige Verachtung des deutschen Grundgesetzes, es war der blanke Rassismus.

Politik wurde vor geltendes Recht gestellt. Recht wurde im Namen politischer Positionierungen gnadenlos und millionenfach gebeugt. So etwas nennt man in der Gesellschaftslehre eine lupenreine Diktatur.

„Aber, aber, Herr Fjøllfross! Wie können Sie denn so etwas sagen? Wir haben doch noch freie und geheime Wahlen!“ Ach, wirklich? Wie war das mit der letzten Reichstagssitzung vor Beginn der neuen Legislaturperiode? Wie ist das mit dem komplizierten, indirekten Wahlrecht? Da war das „Wählt die Kandidaten der Nationalen Front!“ der DDR noch transparenter und nachvollziehbarer.

Nee, Kinders, könnten Wahlen etwas ändern, hätten sich in der BRD bereits Mittel und Wege gefunden, diese derart zur Makulatur zu degenerieren, wie sie das in den Wahlen zur Volkskammer seit jeher waren. Walter „Zicke“ Ulbricht gab – als Kommunist – die Devise für die westdeutschen Bundes- und Landtagswahlen frei nach Wolfgang Leonhard vor:
„Es muss demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand behalten!“

Am allerschlimmsten aber ist der offen zu Tage liegende Rassismus, diese widerliche Apartheid, die dem von uns beklagten Gebaren zugrunde liegt, initiiert just von diesen selbsternannten Gutmenschen, Antirassisten, Antidiskriminierern, Apartheidgegnern, die so gerne mit notgeiler Inbrunst auf alle diejenigen eindreschen, die sich lediglich nicht von zu ihrer Zeit völlig unbelasteten Verbalien oder Begriffen trennen wollen oder können.

Paradoxerweise waren diejenigen, die den Rassismus bei jeder sich bietenden Gelegenheit zur Todsünde erklären, noch dazu diejenigen, die ihn am meisten befeuern: die Grünen und ihre pseudolinken Konsorten. Der Zweck heiligt ihnen alle Mittel. Wir sagen es ganz klar: Die Vorzugsbehandlung von Ukrainern vor anderen Flüchtlingen ist knallharter Rassismus und Diskriminierung der anderen Menschen, die hier aus den verschiedensten Gründen einen Aufenthalt beantragen.

Schuld daran sind nicht die Ukrainer! Schuld sind die Deutschen, die so etwas veranlassen und durchsetzen.

Ist der Begriff des Rassismus zu hoch gegriffen? Natürlich nicht. Der Beweis? Genossen die Iraker oder die Serben oder die Vietnamesen dieselbe Vorzugsbehandlung bei gleichzeitigem wütendem Boykott, wirtschaftlicher Sanktionierung und bösartiger Feindseligkeit gegen die US-Amerikaner, die sich in jedem dieser Länder eines völkerrechtswidrigen Angriffskrieges schuldig gemacht hatten?

Jetzt also auch noch die Kindergeldanträge auf Ukrainisch. Das ist ein Skandal ersten Ranges. Wo sind die Kindergeldanträge auf Persisch, auf Tigrinja, auf Pashtu oder Urdu oder gar auf … Russisch? Wir haben ja nichts dagegen – aber dann bitte für alle anderen auch!

Diese widerwärtige, aus fanatischem und faschistoidem Russenhass geborene Kriecherei ekelt einfach nur noch an.

Das ist das Verhalten, welches die Wählerzahlen der Blauen gerade im Osten durch die Decke schießen lässt.

Nebenbei: Kaum jemand von den Ukrainern spricht im Ausland ukrainisch. Amtssprache ist nach wie vor Russisch.

Wir haben es also mit einem realitätsfernen Kotau vor der kriminellen Putschistenbande in Kiew und ihren gierigen Komplizen in Washington zu tun, der wiederum eine Reverenz an die Greise von Wandlitz darstellt, die sich die Welt in Bild und Sprache so zurechtlegten, wie sie sie gerne gehabt hätten – aber ums Verrecken nicht so, wie sie wirklich war.

Wenn sich aber die gegenwärtige Regierung schon so sehr bemüht, sich an die Waldsiedlung heranzukuscheln, dann sollte sie auch bedenken, dass dieser Kurs unweigerlich in den Abgrund führt. Die DDR hat’s vorexerziert. Aber klar – es trifft ja immer nur die anderen. Die Anderen sind die Deppen – uns kann das nicht passieren. Für uns macht der Allmächtige Vater Israels natürlich immer eine Ausnahme von den Naturgesetzen.

Frau Wagenknecht hat das gut erkannt, als sie aktuell verlauten ließ, das BSW stünde Koalitionen nicht mehr zu Diensten, deren einzig verbindendes Element die Brandmauer gegen die AfD sei.

Es sei dieser Brandmauer-Wahnsinn gewesen, welche die Blauen erst richtig stark gemacht habe.

Die zunehmend erkennbare und unaufhaltsam fortschreitende Erosion der Altparteien spricht eine deutliche Sprache. Das DDR-Jahr 1989 zeichnet sich – inklusive wirtschaftlichem Kollaps – bereits am Horizont ab.

Nur diesmal ist keiner mehr da auf dem Planeten, der den freien Fall Deutschlands als neuer Besserwessi mit harter Währung abfängt und den Laden wettbewerbsfähig umkrempelt.

Die Wessis, welche den deutschen Osten vor dreißig Jahren wie ihren sanierungsbedürftigen Hinterhof, später als verlängerte Werkbank von ihren Gnaden, kaum je aber als Standort für Primärproduktion betrachteten und dessen Bewohner wie unzivilisierte Barbaren behandelten –
der inoffizielle Begriff "Buschzulage" für die großen "Sanierer" kam tatsächlich aus dem Westen, die drüben nur allzuoft als Versager gehandelt wurden, deren man sich nun auf elegante Weise entledigen konnte – bekommen jetzt Gottes Bumerang zu spüren.

Spätestens wenn sie in Malle noch ihre Handtücher auf den Strandliegen platzieren wollen, wird man ihnen unmissverständlich zeigen, was sie in der Welt noch gelten.

Na dann, ihr Bundesarbeitslosen-Agenten: Schreibt mal schon ein paar ukrainische Informationsbroschüren, in denen ihr eurem Edelklientel mitteilt, dass es mangels Masse kein Kindergeld mehr gibt. Oder zumindest, dass man für die ausgereichten € 255,- pro Kindernase nicht mal mehr einen Packen Windeln kaufen kann.

Вперед! (Ist übrigens im Russischen wie Ukrainischen dasselbe!)

32. Volumen
© B.St.Ff.Esq., Pr.B.&Co,2003
19.11.2025